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Die
Grenzen der Nachverdichtung sind erreicht:
Die Stadtentwicklung nicht den Bauträgern überlassen!
Einem
beliebten Naherholungsgebiet für Spaziergänger aus
Freiburg und Umgebung droht das Aus. Aufgrund zweifelhafter
Verträge sollen die Wiesen an der Sonnhalde zur Bebauung
durch einen auswärtigen Bauträger freigegeben werden.
Bürger aus Herdern und ganz Freiburg setzen sich energisch
für den Erhalt dieses einzigartigen Ensembles aus
Wiesen, Gutshof und unverbautem Blick auf Kaiserstuhl
und Vogesen ein. In verschiedenen Aktionen wurden
schon über 3000 Protestunterschriften gesammelt. (siehe
auch bei Unterstützer). Der Bürgerverein Herdern hat
sich entschieden gegen die Bebauung ausgesprochen
(s. bei Dokumente/Downloads). Im Stadtteilentwicklungs-Konzept
(STEK) wird 2010 der Erhalt dieses Postkartenpanoramas
gefordert, mit dem Freiburg weltweit wirbt.

Aktions-Tag "Winterpicknick"
am 11.12.2011 auf der Pferdewiese (Foto: Uto R. Bonde,
Freiburg)
Noch im Herbst 2010 hatte das Freiburger Bauamt eine
Voranfrage der Staufener Bau & Boden (S.b.b) abgelehnt.
Inzwischen sei aber ein sogen. "Baufluchtenplan"
von 1934 (!) aufgetaucht, der wider Erwarten noch
gültig sei. Dies zusammen mit einer obskuren "Bauoption",
die der Investor bereits 1991 erhalten habe, zwinge
die Stadt nun dem Baugesuch stattzugeben, weil sonst
Schadenersatz drohe. Dass der Baufluchtenplan, in
dem Häuser eingezeichnet sind, die erst viel
später gebaut worden sind, wahrscheinlich eine
Fälschung ist wird ebenso verschwiegen wie die
Tatsache, dass
die Stadt Freiburg, wie jede Gemeinde,
gegen Schadenersatz versichert ist,
wäre sie doch sonst immer leicht erpressbar.
Dieses Verfahren strotzt von Ungereimtheiten und unglaublichen
Winkelzügen. So hebt z.B. die Stadtverwaltung bereits
2006 den Landschaftsschutz ohne Not auf. Demnächst
werden wohl die Gerichte und der Petitionsausschuss
des Landtages Licht in das Gestrüpp von Abmachungen,
Versprechungen und Nachlässigkeiten bringen und die
Rechtmäßigkeit einer Bebauung überprüfen müssen. Den
Bauträger S.b.b scheint dies ebenso wenig zu verdrießen
wie der energisch vorgetragene Bürgerunmut. Er sieht
offenbar allein seinen Profit und hat schon die Vermessungspflöcke
für vier Mehrfamilienhäuser einrammen lassen.
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Postkartenpanorama
Pferdewiese
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Naherholungsgebiet
für Mensch und Tier
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Rettet
die Pferdewiese!
Noch ist es nicht zu spät! Die
in Baden-Württemberg neuerdings gestärkte Bürgerbeteiligung
ermöglicht uns Alternativen zu diesem zerstörerischen
Vorhaben zu erarbeiten. Wir brauchen ein Forum, auf
dem am Runden Tisch nach intelligenten und kreativen
Lösungen gesucht wird. Inzwischen hat die sehr sinnvolle
Leitidee "Innenentwicklung statt Flächenverbrauch"
nach hoffnungsvollen Anfängen z. B im Vauban in allen
Stadtteilen zu problematischen Auswüchsen geführt.
In ganz Freiburg sind Schwärme von Spekulanten auf
der Suche nach sog. "Baulücken", deren Verwertung
ohne Rücksicht auf Natur, Stadtbild oder Klima gegen
die Interessen der Bevölkerung hohe Gewinne verspricht.
Die Pferdewiesen sind nur ein besonders groteskes
Bespiel, wo die "Green City" von Bauträgern vorgeführt
und gezwungen werden soll, ihr Vorzeigepanorama und
wichtiges Naherholungsgebiet zuzubauen. Dass sich
das Areal sogar im Besitz der städtischen Stiftungsverwaltung
befindet, ist das Tüpfelchen auf dem i.
Wir rufen auf zum Innehalten, zum Nachdenken über
Wege der Innenentwicklung, die den besonderen Ansprüchen
unserer Stadt und den Interessen ihrer Bürger gerecht
werden. Lassen Sie uns gemeinsam nach neuen Möglichkeiten
suchen. Bis dahin sollte ein Moratorium für alle umstrittenen
Bauprojekte gewährt werden. Dieses sollte eigentlich
für die Stadt Freiburg durchsetzbar sein, auch mit
Hilfe der Gerichte. Die Stadt und ihre Bürger und
nicht die Bauträger sollten wieder die Form und Richtung
der Stadtentwicklung bestimmen.

Aktions-Tag "Winterpicknick"
am 11.12.2011 auf der Pferdewiese (Foto: Uto R. Bonde,
Freiburg)
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Schreiben Sie uns eine E-Mail
(pferdewiese-freiburg@gmx.de)
und unterstützen Sie uns
im Kampf um den Erhalt der Pferdewiesen. Sie finden
uns auch bei Facebook!
unter dem Titel "Für den Erhalt der Pferdewiese
in Herdern".
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